We love you all!
Verabschiedung für drei wundervolle Kolleginnen
Es gab reichlich Tränen – vor Lachen und vor Rührung –, als nun die drei langjährigen und wundervollen Kolleginnen Sabine Eschweiler, Sarah Roijen und Sabine Stüve in den Ruhestand verabschiedet wurden.
Und um das Wichtigste direkt zu Beginn zu singen, betrat das phänomenale Trio Angeliki Tsilivirdi, Rüdiger Germer und Dirk Broekmanns die Bühne. Der Soul-Klassiker „Sunny“ von Bobby Hebb diente ihnen als Vorlage für eine dreifache Liebeserklärung, die klarstellte: „We love you all!“
Ebenfalls ein Klassiker in der Geschichte der Fleuth-Feierlichkeiten sind die unvergleichlichen und persönlich pointierten Reden der Rhetorik-Queen Sabine Stüve. An diesem Tag galten ihre wohl letzten wortbildreichen Blumensträuße den beiden Mitstreiterinnen – Sabine Eschweiler, die einerseits klein und zart, aber vor allem „Power im Quadrat“ ist. Und Sarah Roijen, die als „farbige Zauberfee mit märchenhaften Zauberlocken“ die Schule mit ihrem „wibbeligen, wirbelnden, feinfühligen Wesen“ bereichert hat.
Wie denn dann die typischen Kunst-, Sport- und Deutschstunden bei den drei Kolleginnen aussahen, brachten Andrea Thissen, Katrin Notthoff, Jessika Staschok, Sandra Deutscher, Angeliki Tsilivirdi, Sybille Waerder und in verwechselbarer Ähnlichkeit Frank Feggeler, Rüdiger Germer und Dirk Broekmanns sehr humorvoll auf die Bühne. Schulleiter Wilfried Schönherr nahm diese Einblicke zum Anlass, den Dreien zu guter Letzt noch eine hochkarätige Dienstliche Beurteilung auszustellen. So blickte er gemeinsam mit dem Kollegium und den weiteren Gästen auf drei bewegte und bewegende Lehrerinnen-Leben zurück und nannte die gemeinsame Zeit mit ihnen „einfach toll!“.
Für Sabine Eschweiler, die die Pfälzer Lebensart an den Niederrhein gebracht hat, war „ganz zufällig“ der Traum, Sportlehrerin zu werden, in Geldern in Erfüllung gegangen: „Es sollte wohl so sein. Ich habe meinen Traumberuf hier mit euch gestartet und werde ihn auch hier beenden.“ Und sie versicherte allen: „Ich werde euch im Herzen und im Kopf behalten!“ Und so passte der Spruch, den Wilfried Schönherr für seine Kollegin aussucht gesucht hatte, genau: „Jeder Tag ist ein Geschenk, manchmal blöd verpackt, manchmal die falsche Farbe. Aber manchmal genau das, was du dir gewünscht hast.“
Sarah Roijen hinterlässt viele bunte Spuren an der Realschule. Als „Frau der kleinen Dinge“ hat sie immer großen Wert auf den einfühlsamen, fantasievollen, umsorgenden und inspirierenden Umgang mit den großen und kleinen Menschen an dieser Schule gelegt. Und mit herzlichen Wünschen für „weiterhin viel Kreativität, Optimismus und die notwendige Gesundheit“, überreichte Wilfried Schönherr auch ihr die Urkunde und war sich sicher: „Dann wird der Ruhestand nicht langweilig.“
Für Sabine Stüve war der Wechsel vom Westwall an die Fleuth „von Anfang an toll“: „Ich habe mich von allen sehr aufgehoben gefühlt.“ Und wenn für sie nach 33 Jahren als Lehrerin nun ein neuer Lebensabschnitt beginnt, empfiehlt Wilfried Schönherr: „Im Ruhestand muss man nicht mehr tun, was sich rentiert, sondern kann tun, was sich lohnt.“
Einen herzlichen Abschied nach einem kurzen Zwischenstopp in Geldern erhielt auch Mirjam Geldmacher-Pönisch, die für ihr letztes Dienstjahr an die Realschule An der Fleuth gewechselt war. Die Biologie- und Textillehrerin hatte mit ihrem Schulhund Yogi und Geschichten aus ihrem „Tiny House“ Akzente gesetzt. Nach einem Sabbath-Jahr war die Kollegin von der Johannes-Rau-Hauptschule in Bonn nach Geldern und in die Nähe ihrer zahlreichen Enkelkinder gekommen. Auf die Zeit mit ihnen freut sie sich nun und ist sich sicher: „Es wird nicht langweilig werden!“
