Schon seit dem 13. Dezember 2020 befinden sich alle Schulen Deutschlands wegen der Corona-Pandemie in einem zweiten Lockdown, mit neuerlichem Beschluss bis zum 15. Februar. Ein Großteil der Lehrer hat die Schüler während beider Lockdowns Woche für Woche mit gut zusammengestellten Lernmaterialien über Lernplattformen wie Logineo unterrichtet.  Andere Pädagogen haben im persönlichen Kontakt bei Wahrung der erforderlichen Distanz einzelnen mit ihren Schülern interagiert.  Mittlerweile gehören zu diesen beiden eher konventionellen Arten der Wissensvermittlung allerdings an den meisten Schulen, so auch an der Realschule An der Fleuth, Videokonferenzen zum Schulalltag.

Madita Lemken (14.J), Jan Grzeschik (14 J.)  und Felix Kartheuser (14 J.) sind drei Schüler aus Sonsbeck, die die 9. Jahrgangsstufe an der „Fleuth“ besuchen und von vielen ihrer Lehrer per Videokonferenzen unterrichtet werden.

Auch wenn ihnen das gemeinsame Lernen in der Schule fehlt, äußern sie sich recht positiv über den Distanz-Unterricht. So erklärte Felix: „Ich würde lieber in der Schule zusammen mit meinen Freunden und den Lehrern lernen. Vorübergehend ist Homeschooling aber auch okay, denn auch in Videokonferenzen können wir Schüler recht viel lernen.“ „Mir gefällt es, dass die Lehrer sich große Mühe geben und uns trotz der schlimmen Situation so viel wie möglich beibringen möchten!“, dieser Meinung ist auch Jan. Madita (9b) und ihre Schwestern Maike (10c) und Maxima (6b) fassen ihre positive Einstellung gegenüber dem Distanzunterricht mit diesen Worten zusammen: „Wir kommen gut mit dieser Unterrichtsform klar. Wenn Fragen auftreten, können wir unsere Lehrer per Logineo, Schul.cloud oder ähnlichen Medien zu Rate ziehen. Der Austausch in der Klassengemeinschaft ist in den Videokonferenzen ebenfalls lebhaft, und Langeweile kommt bei dem Pensum der wöchentlichen Aufgaben ohnehin nicht auf. Trotzdem sehnen wir uns nach unserer Schule, nach unseren Freunden und Lehrern, einfach nach „normalem Unterricht“.“ Die Verbindung zum Lehrerkollegium sei ausgewogen und stabil, lobte Madita die Erreichbarkeit der Lehrerschaft, wobei sie als Schülerin in einer geräumigen Wohnung auch die Ruhe gegenüber den manchmal lärmenden Mitschülern in einem engen Klassenraum zu schätzen weiß.

Selbst die jüngsten Schüler sind im Übrigen größtenteils schon fit im Umgang mit den Neuen Medien. Kaum haben die Lehrer ihre Einladungslinks verschickt, schalten sie sich binnen kürzester Zeit den Konferenzen zu und bringen sich in gewohnt freudiger Art in den Unterricht ein. Schön ist es zu erleben, wie die Eltern ihnen gelegentlich im Hintergrund Hilfestellung leisten!

Auch wenn der Lernerfolg bei den Schülern, die sich bei den Videokonferenzen zuschalten, recht hoch ist, bleibt der Lernzuwachs so einiger Schüler auf der Strecke. Erst einmal sind es diejenigen, die sich dem Unterricht einfach wegen mangelndem Interesses entziehen, dann sind es auch diejenigen, die wegen störanfälliger mobiler Verbindungen den Konferenzen nur bruchstückhaft beiwohnen können.

Diesen Schüler*innen wird die konsequente Bearbeitung all der Aufgaben, die die Lehrer*innen auf den „Padlets“ auf der Homepage der Schule oder bei Logineo einstellen, empfohlen. Die Mehrzahl der Lehrer fordert eine termingerechte Abgabe der Hefter und Ordner, der sich eine eine kommentierte Korrektur anschließt.

Ein erfreuliches Bild von der Wahrnehmung der Unterrichtspflicht zeichnet die Entschuldigung eines Schülers aus der 9c: „Ich fehle so oft bei den Videokonferenzen, weil ich nicht so drin bin in dem ganzen System mit dem Distanzunterricht. Ich mache jedoch alle Aufgaben und bitte für das ständige Fehlen bei den Videokonferenzen um Verzeihung.“

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